Verhaltenskodex

Münch Chemie International GmbH (MCI) fördert Innovationen und setzt sich für soziale und ökologische Nachhaltigkeit ein. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, sein Handeln in allen Bereichen nachhaltig zu gestalten und die höchsten ethischen Standards zu erfüllen. Alle Mitarbeitenden von MCI leisten einen wichtigen Beitrag zu unserem nachhaltigen Wachstum und zu unserem Gesamterfolg. Aus diesem Grund erwarten wir, dass sich alle Mitarbeitenden mit den Grundsätzen der MCI identifizieren und deren Umsetzung und Weiterentwicklung fördern. Der Verhaltenskodex der MCI enthält die folgenden Nachhaltigkeitsgrundsätze:

Ethisches Handeln und soziale Verantwortung

Arbeit und Mensch

Gesundheitsschutz und Sicherheit

Umweltschutz und Qualitäts-Managementsysteme

Wir erwarten von unseren Mitarbeitenden, ihre Verpflichtung gegenüber dem Verhaltenskodex unter Beweis zu stellen. Wir werden im Rahmen des innerbetrieblichen Auditwesens überprüfen, ob diese Grundsätze in die Prozesse und  unser tägliches Handeln umgesetzt wurden und Verbesserungspotentiale aufzeigen und deren Umsetzung nachhalten.

 

§ 1. Ethisches Handeln und soziale Verantwortung

Im Rahmen der sozialen Verantwortung erwartet MCI von seinen Mitarbeitenden, dass sie ethisch und integer handeln und die Grundsätze von MCI einhalten.

 

§ 2. Integrität im Geschäftsverkehr

Die gesetzlichen Vorgaben, welche im Rahmen der Abwicklung des Geschäftsverkehres zum Tragen kommen sind zwingend einzuhalten. Hierzu gehören insbesondere auch die Vorgaben über Bilanzierung sowie die steuerrechtlichen Vorschriften.  Korruption, Erpressung, Untreue und Unterschlagung, Bilanzfälschung, Steuerhinterziehung in jeglicher Form sind verboten. Die Mitarbeitenden von MCI dürfen ein solches Verhalten weder praktizieren noch dulden. Die Mitarbeitenden von MCI dürfen im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit gegenüber Unternehmen oder Behörden keine Bestechungen oder andere illegalen Anreize anbieten oder selbst annehmen.

Die Annahme oder Abgabe von Geschenken an Mitarbeitende zu besonderen Anlässen ist insoweit gestattet, als dass keine Gegenleistung hierfür erwartet oder abhängig gemacht werden und die Geschenke als Geste der Höflichkeit im Rahmen der allgemeinen Geschäftsgepflogenheiten zu sehen sind. Es ist den Mitarbeitenden weiterhin untersagt  Geschenke oder andere  Zuwendungen, die einen persönlichen Vorteil aus der Geschäftsbeziehung darstellen anzunehmen oder Dritten anzubieten oder zukommen zu lassen. Geldgeschenke sind nicht gestattet. Diese Grundsätze gelten auch für Geschenke und Einladungen aus Anlass oder im Rahmen von offiziellen Firmenveranstaltungen zu denen Mitarbeitende von MCI eingeladen sind oder einladen.

 

§ 3. Fairness im Wettbewerb

MCI führt ihre Geschäfte im Rahmen des Marktes in einem fairen Wettbewerb. Dies entbindet MCI und seine Mitarbeitenden jedoch nicht davon, die geltenden Gesetze einzuhalten, kartellrechtliche Bestimmungen zu beachten und eine korrekte und wahrheitsgetreue Werbung zu betreiben.

 

§ 4. Absprachen zwischen Wettbewerbern

Die Regelungen des Kartellrechts sind zwingend einzuhalten. Horizontale und vertikale Absprachen mit Wettbewerbern bzw. Lieferanten und Kunden sind verboten, wenn sie darauf zielen oder dazu geeignet sind, den freien Wettbewerb zu verhindern oder einzuschränken. Hierzu zählen insbesondere Preisabsprachen, Absprachen über Kundenzuteilungen oder Geschäftsbedingungen. Weiterhin ist jeder Austausch von Informationen mit Mitbewerbern oder Dritten untersagt, der zu einer Behinderung des freien Wettbewerbes führen oder darauf abgestimmte Handlungen nach sich ziehen kann.

 

§ 5. Datenschutz

Der Schutz personenbezogener oder wirtschaftlicher Daten wird sichergestellt. Daten werden nur in zulässigem Umfang verwendet und weitergegeben. Bei der Verwendung der Daten werden die Rechte des Einzelnen, der beteiligten Unternehmen und der Mitarbeitenden gewahrt und die gesetzlichen, unternehmensbezogenen und kundenbezogenen Vorgaben beachtet.

 

§ 6. Meldung von Bedenken

Die Mitarbeitenden der MCI sind angehalten, rechtswidrige Handlungen die im Unternehmen stattfinden, der Leitung des Unternehmens anzuzeigen. Das gleiche gilt, wenn die Mitarbeitenden einen Verdacht haben, dass solche Handlungen im Unternehmen vorkommen könnten.

Hierzu hat das Unternehmen einen geeigneten Kommunikationsweg sichergestellt und verpflichtet sich, die eingehenden Meldungen zu überprüfen und, soweit erforderlich, Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Unabhängig vom Ergebnis der Meldung entstehen den Mitarbeitenden aus einer solchen Meldung keine Nachteile, insbesondere werden diesen keine Repressalien angedroht bzw. Einschüchterung oder Belästigungen vorgenommen.

 

§ 7. Tierschutz

Tierversuche finden bei MCI nicht statt.

 

§ 8. Arbeit und Mensch

MCI achtet die Menschenrechte und verpflichtet sich, seine Mitarbeitenden fair und respektvoll zu behandeln und zu entlohnen.

 

§ 9. Faire Behandlung

MCI engagiert sich für Chancengleichheit im Unternehmen und verpflichtet sich die Gesetze einzuhalten. MCI stellt sicher, dass im Unternehmen keine Benachteiligung insbesondere auf Grund von Alter, Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion oder Behinderung erfolgt. Dieser Grundsatz ist bei allen Personalmaßnahmen/-entscheidungen zu berücksichtigen.  MCI behandelt seine Mitarbeitenden fair, frei von sexueller Belästigung, sexuellem Missbrauch, körperlicher Bestrafung oder Folter, seelischem oder physischem Zwang oder verbaler Beschimpfung sowie ohne Androhung einer solchen Behandlung. MCI stellt klar, dass sexuelle Belästigung und andere Belästigungen am Arbeitsplatz durch andere Mitarbeitende oder Dritte strengstens untersagt sind und stets geahndet werden. MCI verpflichtet sich, eine vielfältige und integrative Arbeits­umgebung zu gestalten.

 

§ 10. Arbeitszeiten, Löhne und andere Leistungen

MCI entlohnt Mitarbeitende entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Dabei werden Mindestlöhne beachtet, Überstunden bezahlt und dem einzelnen Mitarbeitenden Art und Umfang der Entlohnung zeitnah und transparent dargestellt. Gesetzliche oder tarifliche Vorgaben zu Arbeitszeit, Urlaub und Lohnfortzahlung werden zwingend eingehalten. Lohnreduzierungen als Disziplinarmaßnahmen sind nicht zulässig.

 

§ 11. Vereinigungsfreiheit

MCI betreibt eine offene und konstruktive Kommunikation mit seinen Beschäftigten und den Arbeitnehmervertretern. Im Einklang mit den Gesetzen haben die Mitarbeitenden das Recht, sich frei zu vereinigen, Gewerkschaften beizutreten, eine Arbeitnehmer-Vertretung zu ernennen, einen Betriebsrat zu bilden und sich bei Tarifverhandlungen zu engagieren. Durch die Wahrnehmung eines oder mehrerer dieser Rechte entstehen den Mitarbeitenden keinerlei Benachteiligungen.

 

§ 12. Kinderarbeit und minderjährige Beschäftigte

Kinderarbeit ist bei MCI nicht gestattet. Arbeitnehmer unter 18 Jahren werden nur mit der Wahrnehmung risikoarmer und ungefährlicher Arbeiten betraut. Sie werden nur beschäftigt, wenn sie das vorgeschriebene Mindestalter zur Aufnahme einer Beschäftigung erreicht haben und ihrer Schulpflicht nachgekommen sind. Die Beschäftigung von Kindern unter 14 Jahren erfolgt grundsätzlich nicht.

 

§ 13. Freie Wahl des Arbeitsplatzes

Die Beschäftigung von Zwangsarbeitenden ist bei MCI verboten. Ebenso ist es bei MCI verboten, im Betrieb Pflichtarbeiter zu beschäftigen oder unfreiwillige Gefangenenarbeit zuzulassen.

 

§ 14. Gesundheitsschutz und Sicherheit

MCI verpflichtet sich, die Gesundheit seiner Mitarbeitenden zu erhalten und zu fördern indem sie eine sichere und belastungsarme Arbeitsumgebung einrichtet und schädliche Einflüsse bei der Arbeit von ihren Mitarbeitenden fernhält. Dies gilt auch für die vom Unternehmen bereitgestellten Unterkünfte.

 

§ 15. Arbeitnehmerschutz

Arbeitnehmer werden vor jeglichen chemischen, biologischen oder anderen Gefahren geschützt und dürfen keinen körperlichen Überlastungen ausgesetzt sein. Sie sind vor Risiken, die sich aus der Nutzung der am Arbeitsplatz bereitgestellten Infrastruktur ergeben, zu schützen.

MCI sorgt für sichere Arbeitsabläufe, vorbeugende Instandhaltungen und die erforderlichen technischen Schutzmaßnahmen und reduziert Gesundheits- und Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz. Sollten im Einzelfall Maßnahmen zur Vermeidung von Überexpositionen nicht oder nur eingeschränkt möglich sein, stellt MCI die erforderliche persönliche Schutzausstattung und deren Verwendung im Einzelfall sicher.

 

§ 16. Prozesssicherheit

MCI führt  Sicherheitsprogramme zur Steuerung und Aufrechterhaltung der Arbeitsprozesse gemäß den anwendbaren Sicherheitsstandards ein und hält diese aufrecht. Die Mitarbeitenden und MCI haben sich mit produktbezogenen Gefahren und deren möglichen Folgen in jeder Phase des Herstellungsprozesses zu befassen, die Risiken zu bewerten und geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

Bei gefährlichen Anlagen werden zudem spezifische Risikoanalysen durchgeführt und Maßnahmen zur Vorbeugung von Zwischenfällen, wie z. B. das Austreten von Chemikalien und/oder Explosionen in Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften getroffen. MCI verfügt über Sicherheitsvorkehrungen und Notfallprogramme, die das Freisetzen von Chemikalien in großem Ausmaß verhindern bzw. begrenzen.

 

§ 17. Risikobewertung und Notfallvorsorge

MCI führt Risikobewertungen der einzelnen Arbeitsplätze durch. Nach erfolgter Bewertung werden den betroffenen Mitarbeitenden die Ergebnisse der Bewertung zur Verfügung gestellt und, sofern erforderlich, Abhilfemaßnahmen getroffen.

Die Mitarbeitenden werden entsprechend geschult, um einen angemessenen Schutz am Arbeitsplatz sicherzustellen. MCI verfügt über Notfallpläne, Meldeverfahren und Alarmierungssysteme um eine Gefährdung der Mitarbeitenden der Umwelt oder Dritter auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Diese Pläne sind im Unternehmen veröffentlicht und die Mitarbeitenden darin geschult.

 

§ 18. Legal Compliance

MCI verpflichtet sich, alle erforderlichen Genehmigungen, Lizenzen und Registrierungen einzuholen und deren Fortbestand bzw. Gültigkeit pro aktiv voran zu treiben. Des Weiteren verpflichtet sich MCI ihren Meldepflichten nachzukommen und Behörden und Kunden vollumfänglich zu informieren.

MCI hält sämtliche erforderlichen Produktsicherheitsdatenblätter mit allen erforderlichen Informationen vor. Sie verpflichtet sich, diese Behörden und Kunden im Einzelfall zur Verfügung zu stellen.

 

§ 19. Umweltschutz und Qualität

Für MCI ist es ein wichtiges Ziel, natürliche Ressourcen zu schonen und im Hinblick auf den Umweltschutz verantwortlich und effizient zu arbeiten. Negative Auswirkungen auf die Umwelt sollen auf ein Minimum reduziert und Maßnahmen zur Wiederverwendung bzw. zur Wiederverwertung gefördert werden.

 

§ 20. Abfall, Emissionen und Ressourcen

MCI verpflichtet sich, Abfall und Emissionen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und natürliche Ressourcen (z. B. Wasser, Energiequellen, Rohstoffe) sparsam zu verwenden. Die Wiederverwertung bzw. Wiederverwendung von Produkten soll in jedem Fall der Entsorgung vorgehen. Aus diesem Grund verpflichtet sich MCI, ein System einzurichten und zu betreiben, das die Erreichung dieser Ziele unterstützt. Des Weiteren verpflichtet sich MCI, ein geeignetes System zu betreiben, das den sicheren Umgang mit Abfall, Luftemissionen und Abwasser sowie deren Transport, Lagerung, Recycling, Wiederverwendung und Management sicherstellt.

Sämtliche Tätigkeiten, die möglicherweise eine negative Auswirkung auf die Gesundheit von Menschen oder auf die Umwelt haben können, werden vor deren Durchführung bewertet und kontrolliert, insbesondere bevor schädliche Stoffe freigesetzt werden.

MCI betreibt Systeme, die das unbeabsichtigte bzw. unfallbedingte Verschütten und Freisetzen von belastenden Stoffen in die Umwelt verhindern oder gering halten.

 

§ 21. Qualitätsanforderungen

MCI soll neben den Systemen zur Verbesserung des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit und der Risikominimierung ein geeignetes System zur Verbesserung der Produkt- und Prozesssicherheit unterhalten. Dadurch soll gefördert werden, dass MCI die an ihre Produkte gestellten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen erreicht. Es wird erwartet, dass MCI die allgemein anerkannten oder vertraglich vereinbarten Qualitätsanforderungen bei ihren Produkten und Dienstleistungen erfüllt, damit diese den Kundenbedürfnissen gerecht werden.

 

§ 22. Managementsysteme

Zur Einhaltung des vorliegenden Verhaltenskodex betreibt MCI ein Managementsystem, das die Umsetzung dieser Grundsätze sicherstellt und deren kontinuierliche Weiterentwicklung sichert.

 

§ 23. Ressourcen

MCI wird ausreichend Ressourcen zur Umsetzung dieser Vorschrift zur Verfügung stellen.

 

§ 24. Rechtliche und andere Anforderungen

MCI stellt die Einhaltung aller anwendbaren Gesetze, Bestimmungen, vertraglichen Vereinbarungen, sonstiger Vorgaben des Kunden und allgemein anerkannter Standards sicher.

 

§ 25. Einbindung und Schulung

MCI informiert seine Mitarbeitenden regelmäßig im Rahmen von Schulungen und Mitarbeitergesprächen über den Inhalt bzw. über Änderungen dieses Kodex. Alle Mitarbeitenden von MCI sind verpflichtet, auf die Einhaltung dieses Kodex hinzuwirken und an dessen Fortschreibung mitzuwirken.

 

§ 26. Risikomanagement

MCI hat Prozesse zur Identifizierung, Bestimmung und Überwachung von Risiken in allen Bereichen eingeführt, die in diesem Verhaltenskodex und allen anwendbaren rechtlichen Bestimmungen angesprochen werden.

 

§ 27. Dokumentation

MCI erstellt eine angemessene Dokumentation, mit der MCI nachweisen kann, dass die Grundsätze und Werte aus diesem Verhaltenskodex in die innerbetriebliche Organisation übernommen wurden und gegenüber den Mitarbeitenden durchgesetzt werden.

 

§ 28. Kontinuierliche Verbesserung

MCI stellt an sich die Erwartung, die Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens durch geeignete Maßnahmen kontinuierlich zu verbessern. Hierzu gehört, dass sie sich Leistungsziele setzt und diese kontinuierlich fortentwickelt werden. Ergebnisse aus internen und externen Prüfungen und Inspektionen werden bei der Fortschreibung der Nachhaltigkeitsziele berücksichtigt werden.

 

Der Verhaltenskodex wurde erstmalig am 19.09.2011 in der Version 1.0 durch die Firmenleitung in Kraft gesetzt. Wie alle Richtlinien, Vorgaben und andere Dokumente der MCI unterliegt auch dieser Verhaltenskodex einer kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung. Daher hat das Nachhaltigkeitsteam im Rahmen seiner Tätigkeit am 04.04.2016 der Firmenleitung die hier vorliegende Version vorgestellt und vorgeschlagen, diese weiterentwickelte Version in Kraft zu setzen. Mit Beschluss vom 05.04.2016 hat die Firmenleitung diesen Vorschlag aufgegriffen und die Version mit sofortiger Wirkung in Kraft gesetzt.

 

Wilhelm Münch / Michael Münch

Münch Chemie International GmbH